Fine Dragon Automatischer Roboter-Staubsauger Reinigungsroboter

 

 

 

 

 

Hallo und Willkommen zum Test des neuen Saugroboter von Fine Dragon, welchem ich in den letzten 10 Tagen hier einiges zugemutet habe.

Der Kauf eines und vor allem des richtigen Saugroboters ist ungemein wichtig. Wenn man hier aufs falsche Pferd setzt, weil man sich im Vorhinein keine genaueren Gedanken zu den Anforderungen an das Gerät macht, hat im Nachhinein keine wirkliche Freude hieran und die gewünschte Entlastung im Haushalt bleibt aus.

Fine Dragon Automatische Roboter-Staubsauger Reinigungsroboter

Wir führen in unserem Haushalt mittlerweile drei der “flotten” Hausgehilfen. Unser Einstieg erfolgte damals mit einem Roomba 650, welcher als Universalgehilfe für glatte Böden (Fliesen und Parkett) aber auch als Sauger auf Teppichböden und Brücken etc. fungieren sollte. Mit der Arbeit des Roomba sind wir nach wie vor recht zufrieden, jedoch hat er einen entschiedenen Nachteil. er fährt ungebremst “Harte Kollisionen” gegen Möbel, Türen und Wände. Dies sieht man ihm zum einen mittlerweile sehr stattlich an und um anderen weisen auch einige Möbelstücke “Unfallspuren” auf. Das Reinigungsergebnis auf unterschiedlichen Untergründen ist ansonsten ok. Für die Reinigung im Hinblick auf ausschließliche glatte Flächen konzentrierten wir uns auf einen Roboter der Firma Ariete, welcher im Grunde ein elektronischer Besen ist und nur temporär auf Teppichböden zum Einsatz kommt. Für die Reinigung speziell in unserem Schlafzimmer und Wohnzimmer in welchem sowohl Laminatflächen, als auch Teppiche ausliegen haben wir uns nach einigem hin und her für den hier angebotenen Fine Dragon entschieden. Dieser machte im Hinblick auf die Möglichkeit zusätzlich zu den normalen Reinigungsprozederen noch einen ganz entscheidenden Vorteil aus. Die tiefer gehende Reinigung mit Hausstaub. Der Fine Dragon verwendet hierfür einen speziellen Hepa Filter welcher den aufgenommenen Staub konzentriert herausfiltern soll. Diese Funktion ist überaus interessant für Allergiker.

Doch von Anfang an:
Kaufkriterien:
Wichtig beim Kauf war uns neben einem einigermaßen günstigen Anschaffungspreis, die Sensorik, welche harte Aufprälle minimiert, die Möglichkeit sowohl auf Harten Böden als auch auf leichten Teppichen und Läufern eine gute Reinigungswirkung zu erzielen. Des weiteren sollte ein ordentliches Filtersystem verbaut sein, welches auch den feinen Hausstaub bestmöglich aufnimmt. Hier sei der Hinweis gestattet, dass der Sauger von Fine Dragon über eine klassische Rollbürste, welche bei großen Teppichflächen von Vorteil ist, sowie zwei Seienbürsten verfügt.

Der Saugroboter FD-3RSW(2B)CS Zusammengefasst:

Optik/Haptik
Der Saugroboter ist den Roomba Modellen (hier im Vergleich dem 650) gar nicht so unähnlich. Die Optik entspricht in etwa dem “großen Bruder” und zeichnet sich durch eine sehr gute Verarbeitung und eine der Norm entsprechenden Optik aus. Das Gehäuse ist aus robustem Kunststoff gefertigt. Die Touchbedienelemente sind allesamt auf dem Gehäusedeckel verbaut und lassen sich trotz der mitgelieferten englischen Bedienungsanleitung rein intuitiv händeln. Der Staubehälter ist anders als beim Roomba unter dem Gehäusedeckel implementiert und kann durch leichten Andruck auf den Deckel geöffnet und herausgenommen werden. Im Schmutzfangbehälter ist zudem noch ein extra für Hausstaub konzipierter Filter verbaut. Der FD verfügt im Gegensatz zum Roomba und genauso wie der Ariete über zwei Seitenbürsten, welche gerade auf glatten Flächen wie Parkett oder Fliesen etwas effizienter und schneller kehren können.

Fine Dragon Automatische Roboter-Staubsauger Reinigungsroboter

In der Praxis
Ich finde es nach wie vor spannend Saugrobotern bei der Arbeit zuzusehen, da es hier Anbieterabhängig verschiedene Vorgehensweisen bei der Reinigung gibt. Da gibt es zum einen bei den sehr hochpreisigen Modellen die Saugroboter, welche über ein Kamera- und optisches Sensoriksystem verfügen. Die zweite Gruppe, zu welcher auch dieses Modell gehört arbeitet mit einem fest einprogrammierten Algorithmus. Dieser sieht in seinen Abläufen recht unkoordiniert und zum teil sogar Planlos aus, verfolgt aber ein festes Ziel. Den kompletten Bereich nach und nach vom Dreck und Staub zu befreien. Hier fährt der Roboter spiralförmige, umlaufende und diagonale Bewegungsroutinen. Dies entspricht sogar nicht dem “logischen” Saugverhalten eines Menschen aber das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Man sollte jedoch trotz der guten Reinigungsergebnisse jedoch nicht dem Irrglauben aufsitzen, dass man nun nie wieder selber Staubsaugen muss. Denn dies ist definitiv nicht der Fall. Es gibt nun einmal baulich bedingte Grenzen für die Saugroboter. Dies sind aufgrund ihren Runden Form nun einmal schwerzugängliche Ecken oder eben Orte, die aufgrund von Möbelstücken oder zu hohen Hindernissen nicht erreichen können. Diese Grenzen hat der Fine Dragon natürlich auch, wobei er beim direkten Teppichtest meiner Meinung nach besser abschneidet als der fast fünf mal so teure Saugroboter von Vorwerk, welcher seit einigen Jahren bei meinen Eltern zum Einsatz kommt. Generell gilt hohe Teppichkanten (ca. 1,5 cm und mehr sowie Hochfloorteppiche) sind für den Saugroboter ein Graus und werden umfahren. Gesaugt in herkömmlicher Form wird bei uns lediglich noch einmal die Woche ganz punktuell. Die Treppen, hinter der Couch sowie in den Ecken welche der Saugroboter und seine Kollegen eben nicht erreichen können. Im Betrieb zeichnet sich der Saugroboter hier vor allem durch seine im Vergleich zu den Roomba Modellen relativ Leisen Arbeitsweise aus. Hier kann tatsächlich mal ein Buch in die Hand genommen werden, während er seinen Dienst verrichtet. Er ist bestimmt nicht lautlos aber eben auch nicht so laut, als dass man sich gestört fühlen würde. Der verbaute Akku reicht für ca. 1,5 Stunden was Reinigungstechnisch bei uns eine Fläche von ca. 40-50 m2 ausmacht. Diese schafft er Raumübergreifend (sofern die Türen offen stehen). Neigt sich der Akku dem Ende entgegen fährt er wieder brav und gemächlich in seine Ladestation tankt ca. 2,5-3,0 Stunden auf und steht sodann wieder zur Verfügung.

Fine Dragon Automatische Roboter-Staubsauger Reinigungsroboter

Toll ist die Möglichkeit der Programmierung, welche auch bei den anderen Modellen immer gern und oft genutzt wurde. Man kann den Tag und die Uhrzeit einstellen in der der Saugroboter seinen Dienst verrichten soll. Es ist ein tolles Gefühl zu wissen, wenn man auf der Arbeit oder generell unterwegs ist, dass daheim jemand die Hausarbeit erledigt. Krümel vom Frühstück, Kekskrümel der Kinder, Hundehaare, Dreck der Straßenschuhe die wieder einmal nicht ausgezogen wurden etc. sind für den Saugroboter kein Problem.

Der Crashfaktor:
Dieser war einer der Hauptgründe nach einer Alternativlösung für die iRobot Serien Ausschau zu halten. Der Finedragon bremst tatsächlich einige Zentimeter vor potentiellen Hindernissen ab und wendet sich entweder ab oder tastet sich “gemächlich” vorsichtig heran. Kollisionen gibt es auch hier hin und wieder aber bei weitem nicht mehr so viele wie vorher. An Treppenabsätzen und Co. macht er halt, also keine Absturzgefahr. Es kann jedoch vorkommen, dass z. B. bei tiefschwarzem Bodenbelag der Saugroboter annimmt, dass es sich hierbei um eine Gefahr in Form einer Stufe handelt. Hier müsste die Sensorik noch verbessert werden, gilt aber ebenso für z. B. das etwa 160 Euro teurere 650’er Modell von iRobot. Kabel meidet das Gerät so gut es geht. Man muss sich hier also keine Gedanken über Steckerleisten o. ä. auf dem Fußboden machen, was wenn man sich die Berichte anderer Käufer von Alternativgeräten ansieht bei weitem keine Selbstverständlichkeit ist.

Kritikpunkte in Stichpunkten:
– Absätze ab ca. 1,5 cm sind auch für diesen Saugroboter nicht zu stemmen
– es befindet sich leider kein Tragegriff am Gerät
-keine E-Wall mitinbegriffen (hiermit kann man den Sauger verbieten einen Raum zu verlassen oder spezielle Areale absperren)
– von den knapp 1,5 Stunden Laufzeit benötigt der Roboter etwa 4-6 Minuten um wieder zur Ladestation zurückzufahren (er schleicht förmlich – macht ihn andererseits aber auch nachvollziehbar sympathisch 🙂

Fine Dragon Automatische Roboter-Staubsauger Reinigungsroboter

Pflegehinweis:
Der Saugroboter sollte bei täglichem Einsatz auch täglich geleert werden um eine optimale Saugleistung zu erhalten. Der Staubfilter kann alle paar Tage etwas ausgeklopft werden – dann reicht dieser locker für einige Monate. Zudem sollten die Walze und die Räder bei uns regelmäßig (1 x die Woche von Flusen und Haaren meiner Frau und meiner Tochter) befreit werden. Wenn man das beherzigt hat man wirklich lange Freude an dem Gerät.

Der Lieferumfang:
Ist sehr ansehnlich. Neben dem Sauger befinden sich noch Ersatzseitenbürsten, zwei Ersatzstaubfilter, eine Fernbedienung zur Steuerung des neuen Hausfreundes (Batterien (2 x AAA) sind nicht im Lieferumfang enthalten), eine Ladestation nebst Netzstecker und ein Benutzerhandbuch in englischer Sprache.

Fine Dragon Automatische Roboter-Staubsauger Reinigungsroboter

Mein Fazit
Wir haben mit dem Saugroboter einen wirklich soliden und auf unsere Bedürfnisse als Familie sehr guten Helfer mit vielen Einsatzmöglichkeiten und Funktionen gefunden. Der Preis ist absolut vertretbar und die Tatsache, dass er mit zwei Bürsten arbeitet machen ihn gerade im Bereich der Hartbödenreinigung zu einem tollen Helfer. Einzige Kritikpunkte meinerseits sind die Tatsachen, dass es am Gerät keinen Tragegriff gibt, welcher z. B. beim Weg zur wöchentlichen Reinigung den Transport etwas vereinfachen würde (diesen Griff haben die Roomba Modelle) und die mangelnde Möglichkeit höhere Teppichböden zu erklimmen. Herausragendes Positivmerkmal allerdings ist, dass sich der Fine Dragon noch nicht ein einziges mal festgefahren hat und sein Staubfilter auch die Feinstäube und Pollen prima bindet.

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5 Comments

  • Stew sagt:

    Hallo Lars,
    vielen Dank für den tollen Beitrag. Kannst Du mir etwas über vielleicht noch die Fernbedienung sagen?

    Stew

    • Hallo Stew,

      das nenn ich Zufall. War gerade online als Du geschrieben hast.
      Zur FB kann ich Dir sagen, dass diese sowohl im Hinblick auf die Distanz zum Saugroboter als auch in Sachen Reaktionszeit etc. eine der bisher besten ist, die ich bisher kennen gelernt habe. Die FB bietet neben der Richtungssteuerung zudem noch die Befehle zum Rotieren als auch den direkten Heimkehrbefehl zu Ladestation.

      Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen!?

      Beste Grüße und Rock on!

      Lars

  • JuliaG sagt:

    An dieser Stelle ein großes Lob an diesen Blog. Finde die Texte und vor allem die Bilder sehr überzeugend.

  • Maximilian sagt:

    Hey Lars,
    danke erstmal für diesen ausführlichen Blogartikel. Bin schön etwas länger auf der Suche nach alternativen zu iRobot und co. Fine Dragon kannte ich bisher noch nicht. Weiter so!

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