Speedlink Gamer Kopfhörer für PC / Computer und Konsole – Scylla Gaming Headset kabellos

 

 

Skylla garnicht das Ungeheuer von dem man oft liest…

 

Hi Gaming Community,

das griechische Ungeheuer „SKYLLA“ ist noch immer nicht zur Gänze gezähmt und das macht es nach all den Jahren immer noch so interessant, wenn man (und das ist die Crux) sich im Vorhinein über einiges im Klaren ist!

Wer für den Preis ein ausgeklügeltes Surround Headset mit Pro-Mikrofonfunktion und basslastigem Boost erwartet sollte nochmal in sich gehen und vielleicht einen Arzt konsultieren. Man erhält für unter 70 Euro eben auch nur Material an die Hand welches unter 70 Euro wert ist.
Unter diesem Gesichtspunkt berachtet habe ich das mir zu Testzwecken überlassene Headset die letzten Tage ausprobiert und bin mit folgenden teilweise ernüchternden Feststellungen konfrontiert worden.

In dem Preisniveau in dem wir uns hier bewegen erwartet man sicherlich nicht übertrieben viel und ich habe im Laufe der Jahre in Sachen Gaming Zubehör oft erkennen müssen, dass Qualität nicht wirklich immer etwas mit dem Preis zu tun hat. Ich nenne hier Auszugsweise nur mal die „versemmelten“ Razer Kraken Pro PC, wo jedes dritte Modell Probleme mit Mikro, Lautstärkeregulierung oder einem maroden Bügelsystem hatte. Da nutzte auch die tolle Kartonage nicht die Bohne. Diese kosten im Vergleich mal schlappe 50 Euro mehr.

Das Gaming Headset kommt in einem angehem unspektakulären Blisterkarton mit Aufdruck bei mir an. Dies ist nicht weiter ärgerlich, wenn auch ungewohnt, wenn man sich überlegt was Teilweise für ein Hype um die immer cooler aussehenden Headsets von heute gemacht werden. Dabei ist die Verpackung eigentlich nur Blendwerk. Wichtig ist für mich neben dem Tagekomfort in erster Linie die Soundwiedergabe, da bei vielen Headsets die Mikros einfach zu „billig“ konzipiert sind, oder einfach zu weit vom Mund angebracht sind (Hartplastiksystem), oder im Kopfhörer implementiert . Über ein solches verfügt auch dies von Speedlink angebotene kabellose Scylla Gaming Headset hier.

Fangen wir mal bei der Verarbeitung und der Optik an.
Das Headset macht optisch einen gar nicht sooooo schlechten Eindruck, wie man teilwiese im Netz lesen kann. Wir haben hier einen sehr variablen OnEar Hartplastikkophörer mit meiner Meinung nach gut ausgestattetem Schaumstoff am Bügel, welcher den Druck von oben mehr als nur erträglich macht. Die Lauscher sind ebenfalls mit bequmen und ausreichend dickem Kunstleder bezogen und somit vom Prinzip her sehr gut ausgepuffert. Dies führt im Vergleich zu ähnlichen KH´s aber nicht nach kurzem Tragen zu einer ersten Schweißbildung an den Ohren – was unangenehm wäre. Das Headset lässt sich aufgrund der Größenregulierung von Kindern bis hin zu Erwachsenen mit „großer Murmel“ wie bei mir richtig gut tragen (ach mit Kappe). Schwieriger wird es da schon mit dem oben bereits erwähnten Mikro. Dieses ist im Kopfhörer (rechter Lauscher) verbaut. Der Kopfhörer kann sowohl per Funk als auch mit Kabel betrieben werden. Der Kabeleingang an den Kopfhörern ist aufgrund seiner robusten festen Fassung im Vergleich zu vielen Billigheadsets (Sharkoon, Kotion Each etc.) nicht dafür prädestiniert irgendwann zu brechen oder abzureissen oder mit Wackelkontakten zu glänzen.

 

Scylla Gaming Headset

Bei mir waren im Lieferumfang übrigens natürlich noch die Anschlusskabel bzw. Adapter sowie der Sender vorhanden. Diese sind natürlich nicht

Scylla Gaming Headset

High-End, ich habe hier einen Satz von meinen alten  Sennheisern Kopfhörern verwendet. Die Regulierer am Lauscher sind um „fair“ zu bleiben funktionstüchtig. Sie sind nicht gedämpft, wie man das z. B. heutzutage von den Corsair Headsets kennt. Vorhanden sind hier die Taster für die Chatfunktion, Mute, sowie Main +/- . Die Tasten knacken ein wenig, aber funktionieren ohne zeitliche Verzögerung und ohne Probleme.

Der Blinkfaktor:
Ist meiner Meinung nach total uninteressant. Nutzt mir nichts, da ich hierdurch weder besser zocke noch einen optischen Vorteil habe, da ich es eh nicht sehe, wenn ich das Ding auf habe. Dies ist ohne jemandem zu nahe treten zu wollen ein Gimmick für Kinder und Teens und wird durch dieses Headset auch lediglich rudimentär in Form einer blauen Kontaktleuchte welche die Verbindung signalisiert  angeboten.

Scylla Gaming Headset

Der Soundcheck

Scylla Gaming Headset im Soundcheck

Die Kopfhörer bieten einen wesentlich besseren Klang, als im Netz oft bemängelt wurde. Der Bass ist mehr als ordentlich und ich habe sogar mehrere Musikstücke anhören können, ohne dass mir die Ohren brannten…! Es ist hier keine 100 % ige Klangreinheit vorhanden, aber wirklich verhangenes Gedudel klingt komplett anders. Der Mitteltöner ist meiner Meinung nach noch am besten ausgeprägt. Probleme sehe ich eher in der Lautstärke. Wenn man versucht über den Regler aufzudrehen, stellt man schnell fest, dass am Skylla nichts mehr kommt. Hier bleibt die Lautstärke ca. bei 80 %-85%  auf der Strecke. Also am PC oder wo auch immer nachjustieren. Nervig, aber durchaus machbar.
Noise-Canceling ist in fast jeder Munde und jeder Hersteller wirbt hiermit. Das Nebengeräusche bei großen Lauschern tatsächlich teilweise auf der Strecke bleiben im Vergleich zu In-Ear-Stecker dürfte klar sein. Das für echtes Noise Canceling recht teure Technik zum Einsatz kommt schliesst die Technik bei Kopfhörern unter 90 Euro derzeit für mich faktisch aus. Dieser Kopfhörer hier hat lediglich ersteres und keine zusätzliche verbaute Technik zum herausfiltern installiert. Den Klang als solches würde ich in Schulnoten mit einer 2 bis 2- einstufen, was in dieser Preisklasse absolut vorzeigbar und auch empfehlenswert ist!

 

Mikrofunktion:

Scylla Gaming Headset macht in Sachen Mikro keine alzu gute Figur

Der Skylla bietet ein meiner Meinung nach nicht zu ende gedachtes Mikrofon an. Die Idee dieses im Lauscher verschwinden zu lassen war im Jahre 2012 (Erscheinungsdatum des Kopfhörers) noch recht neu und kann im Jahre 2017 natürlich nicht mehr ganz mithalten, jedoch hätte auch damals eine separate Schirmung des Mikros dem Kopfhörer recht gut zu Gesicht gestanden. ich habe im Teamspek einige Versuche unternommen und habe hierbei erstaunliches festgestellt. Die Mikrofunktin ist dann am besten und ohne Echo, wenn man den Abstand zu Boxen,Smartphones etc. groß (über 50 cm – 60 cm) hält. Der Skylla hat hier ein Impedanzproblem und Nebengeräusche werden ungefiltert mitübertragen. Nutzt man das Mikro nur selten, geht das schon klar, aber hat man sich viel zu erzählen, bekommt der Gesprächspartner „richtig“ was auf die Ohren. Die Sprachqualität ist super, aber das übertragen des Drumherum ist schon nervig. Wer mit dem Headset „skypen“ möchte und dies in ruhiger Umgebung tut macht hier auch nichts verkehrt, da ausschließliche Gesprächswiedergaben recht gut funktionieren, für mich persönlich allerdings zu wenig bei einem Gaming Headset.

Unter dem Strich:
Bleibt hier zu sagen, dass der Kopfhörer entsprechend seines Preises zumindest klanglich und aufgrund seines sehr angenehmen Tragkomforts eine Empfehlung wert ist, das Mikro aber für Teamplayer nicht viel bieten kann um eine langfristige Beziehung mit ihm einzugehen. Warum Speedlink, die eigentich recht viel Erfahrung mit dem Vetrieb von Gamingperipherien haben hier damals auf ein solches Mikro setzten werden wir wohl nie erfahren…!? Er ist aber auch definitiv nicht so schlecht, als das man ihn (zumindest bei dem Modell, welches mir hier vorliegt) nur 1 oder 2 Sterne geben braucht. Er kostet um die 60 Euro und das Material und die verbauten Komponenten können eben auch nicht mehr bieten als diese 60 Euro. Interessant wäre das Headset z. B. bei Reisen wenn man zum Beispiel keine Lust hat seine teuren Kopfhörer im Koffer zu zerdrücken oder lediglich im Single Modus zocken möchte. Sogar für Musikhören kann man das Teil sehr gut verwenden, es sei denn man braucht (ganz audiophil) hundertprozentigen kristallklaren Hörgenuss, dann lieber 30 Euronen mehr in die Hand nehmen und anderweitig kaufen!

 

Meine Empfehlung: Wer auf Mikro im Game verzichten kann und eine sichere Bank im Sound sucht kann hier getrost zugreifen. Wer allerdings im Coop Modus agiert wird mit dem Skylla meiner Meinung nach nicht dauerhaft glücklich werden.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Bericht ein wenig mehr Licht in die „doch so düstere Welt“ des Skylla Gaming-Kopfhörers bringen!?
Über Fragen, Anregungen oder ein positives Feedback würde ich mich sehr freuen.  Ich kann aber auch mit einer Negativen Bemerkung gut leben, sofern sie begründet ist.

 

 

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