Sennheiser HD 4.50 Special Edition Kabelloser Over-Ear-Kopfhörer

 

Hallo Leute, willkommen zum Testbeitrag zum Sennheiser HD 4.50 Special Edition, den ich die letzten Tage gewohnt kritisch beäugt habe. Da ich es immer gerade heraus halte und auch daran interessiert bin, dass du/ihr im Nachhinein mal wieder guten Gewissens bei mir hereinschaut und diesen Blog mit Leben erfüllt muss ich zu diesem Sennheiser Kopfhörer direkt im Vorhinein sagen: „Leute sucht nach was anderem!“. Doch dazu mehr in meinem Bericht. Falls Du dich dennoch entschließen solltest (Klang ist subektiv und zwar immer!“) den Kopfhörer zu bestellen, wäre es super, dies über den von mir zur Verfügung gestellten Link zu machen. Du hilfst mir dabei, den Blog weiterhin zu finanzieren und Werbefrei zu halten. Dich kostet dies keinen Cent mehr. Durch den von Amazon zur Verfügung gestellten Afilliate Link erhalte ich allerdings eine (sehr sehr) kleine Provision, die ich dazu einsetze weitere Tests durchführen zu können. Vielen Dank für Deine Unterstützung!

 

Pizza oder Gyros???

 

Das war in der Tat die Frage die ich mir während der ersten 2-3 Minuten stellte nachdem ich den Sennheiser HD 4.50 aufgesetzt hatte. Ich denke dies sagt eigentlich eine Menge aus.

Ich will den Kopfhörer nicht schlecht machen, aber das was ich erwartet habe war dann doch etwas mehr als das hier angebotene Einerlei, dabei hätte es doch so schön sein können!

Gekauft habe ich mir den Kopfhörer aufgrund des super Angebots von nur 99 Euro am Prime Day im Juli 2018. Ich hatte die Hoffnung, einen für meinen Blog brauchbaren Bluetooth Kopfhörer zu ergattern und war mir eigentlich auch sicher, dass ich mit Sennheiser nicht viel verkehrt machen würde!

Das Unboxing:

Hier staunte ich schon nicht schlecht, obwohl ich diesen Punkt eigentlich für ziemlich überbewertet halte; möchte ich dies doch einmal zum Besten geben, da dies ja auch immer ein erster Eindruck ist und recht subtil zeigt, was dem Hersteller sein Produkt eigentlich wert ist!. Der Kopfhörer kam in einem brauen Recycling Karton, was als frustfrei und umweltfreundlich verkauft wird, aber in der Praxis dann doch eher etwas lächerlich an den Mann gebracht wurde. Abgesehen davon, dass man auch auf einem Pappkarton ein Mindestmaß an Etikette draufpacken könnte, wurde der Kopfhörer in einem durchsichtigen Plastikschlauch aufbewahrt. Nun sollte man meinen, dass Frustfrei auch bedeutet, das man den Kopfhörer hier einigermaßen gut heraus bekommt. Pustekuchen! Der Kopfhörer  hing in der Folie fest und ließ sich lediglich unter Zuhilfenahme eines Messers hieraus befreien.  Hätte ich versucht den Kopfhörer einfach aus der Folie herauszuziehen hätte ich vermutlich einen der Lauscher abgerissen…! Diese Konstellation war ehrlich gesagt bereits zum Abgewöhnen.

Frustfreie Verpackung nennt sich das im Volksmund. Angeliefert wird Plastikmüll ohne ende

Der Lieferumfang an sich war recht überschaubar. Der Kopfhörer in Schlauchfolie, eine billige Transporttasche ebenfalls in Folie verpackt, in der Tasche eine Bedienungsanleitung in einer augenscheinlich „besonders umweltfreundlichen“ weiteren Plastiktüte und Last but not least ein Audiokabel (3,5´er) sowie ein Micro-USB Kabel. Diese beiden, Sie werden es erahnen…, natürlich, ebenfalls in Plastik verpackt!

Pairing:

Bluetooth ist ja heutzutage kein Hexenhandwerk mehr und ich besitze und nutze regelmäßig Bluetooth Kopfhörer. Warum unter Verwendung von Bluetooth 4.0 der Pairingmodus durch den Kopfhörer nicht angesagt wird ist das eine, wobei es schon verwunderlich ist, dass eine nette Frauenstimme ansagt, dass der Kopfhörer nun eingeschaltet ist. Lediglich durch aufleuchten einer bau/rot leuchtenden LED wird der Pairing Zustand angezeigt. Das Pairing funktionierte nach dem dritten Anlauf dann aber doch noch. Die Verbindung ist hingegen erfreulich stabil und sicher auf die übliche Reichweite von +/- 10 Metern. Das aptX wird zwar auf dem Smartphone angezeigt, aber als richtiges Features zieht dies hier irgendwie nicht. (Doch dazu gleich mehr)

Der Tragekomfort des Sennheiser Kopfhörers ist in den ersten Minuten erstmal ziemlich klobig oder anders gesagt, wenig ergonomisch, ausgefallen. Der Kopfhörer fühlt sich an wie ein Fremdkörper. Die Auflage des Kopfbügels empfinde ich als recht hart und drückend. Der Seitenandruck der Lauscher ist recht „propper“ ist aber bei ANC Kopfhörer ja nun auch nichts sonderlich ungewöhnliches. Die Polsterung nimmt aber meiner Meinung nach nicht genügend von dem Seitenandruck ab bzw. leitet diesen auf ein erträgliches Maß auf die Auflagefläche der Ohren um. Die gute Nachricht, wenn man sich überwindet und den Kopfhörer 10-15 Minuten auf dem Kopf behält wird es wesentlich besser und wirkt dann auch ein Stück weit natürlicher, wobei ich hier immer noch nicht von natürlichem Tragegefühl sprechen möchte. Der Innendurchmesser der Lauscher beträgt ca. 3,1 cm Breite x 6,2 cm Höhe. Das nenne ich mal ambitionierte Maße:) Für mich als „Basekappenträger“ ist der Kopfhörer auch größentechnisch recht knapp ausgefallen. Brillenträger dürften aufgrund des eng anliegenden Seitenbandes, welches die Lauscher hält, wenig Freude haben. Sehr eng!

Die verbauten Bedienelemente welche sich komplett am rechten Lauschergehäuse befinden funktionieren gut und fast sogar synchron auf Betätigung, was mir wiederum gut gefällt!

Das Sounding/Klangprobe

Hier sollte mich ein Kopfhörer dann doch bitte ein wenig mitreißen können. Die Entscheidung ob der Klang gefällt oder eben nicht ist bei den meisten Menschen binnen weniger Sekunden gefallen. Ich habe mir da ein wenig mehr Zeit gelassen, aber eben aufgrund der Tatsache, dass mein Magen knurrte und ich die Frage bzgl. meines Abendessens nicht weiter aufschieben wollte. Nein, im ernst der Kopfhörer schafft es nicht richtig Atmosphäre aufzubauen. Der Klang ist weder neutral noch atmosphärisch und leider auch nicht sehr fesselnd. Die Bässe sind für meinen persönlichen Geschmack zu schwächlich oder gar dumpf, die Mitten sind gut und recht direkt, jedoch hat man auch hier das Gefühl, dass es ähnlich wie mit der frustfreien Verpackung (siehe oben) irgendwie thematisch nicht weiter geht. Die Höhen sind gut, aber auch ihnen fehlt es etwas an „Feuer“ bzw. Klarheit. Mir fallen hier gleich zwei oder sogar drei Referenzkopfhörer von „No Name“ Anbietern ein, die da auch genauso locker mithalten könnten. Da wäre es auch ok, aber bei Sennheiser muss da für mich mehr kommen. Genretechnisch geht das Konzept für mich bestenfalls bei Popmusik auf. Weder Hardrock, Metall, Jazz noch Vocals klappen für mich hier so richtig. Ein so genanntes „Mittendringefühl“ will sich auch bei Nutzung mit Kabel und unter Verwendung einer App zur Aussteuerung nicht so richtig einstellen. Mit viel Wohlwollen würde ich dem Klang bis hierher eine 2,5 Wertung geben.

Erfreulich hingegen ist die ANC Funktion, die wirklich eine sehr ordentliche Leistung bietet und einen Großteil der von Außen einströmenden Motorengeräusche (natürlich nur imaginär) den Mittelfinger zeigt.

3 oder nur 2 Sterne, das ist die Frage!?

Mein Fazit:

Sennheiser ist mit dem HD 4.50 meiner Meinung nach kein großer Wurf gelungen. Der Kopfhörer bietet bestenfalls das, was zig andere Kopfhörer auch können und dies zum Teil noch um einiges günstiger und auf bequemere Art und Weise. Das Klangbild für mich zu farblos, denn weder Hörspaß noch Hörgenuss in Form von Neutralität kommen hier richtig zum Zug. Die einzig wichtige Frage, die ich während des Abspiels über die Kopfhörer für mich eindeutig und zu meiner vollsten Zufriedenheit klären konnte war, dass es eine Pizza wurde bei der einfach Alles stimmte (sogar die frustfreie Verpackung).

 

 

In diesem Sinne bis zum nächsten mal und bis dahin:

 

Rock on!!!

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.